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Samstag, 5. Oktober 2013

Tag 20: Ausweichprogramm

Heute sind wir dann also wieder in Escalante aufgebrochen.


Zum Frühstück gab es lecker Blueberry Pancakes, frisch von Kate zubereitet und sehr lecker.



Noch ein kurzer Plausch mit den anderen Gästen, dann ging es wieder auf die UT-12.

Auf dem Weg zum Kodachrome Basin State Park haben wir noch ein kleines US Car-Lager entdeckt. Da waren richtige Schätze dabei.




Bei unserer Abfahrt in Escalante gegen 9Uhr war es mit 4°C ziemlich kühl, das kündigte sich gestern Abend schon mit stürmischem Wind und fast eisigen Temperaturen an. Zwischendurch auf dem Weg auf der UT-12 hatten wir sogar 1°C, da sah man auf den bewässerten Wiesen schon Frost.


War trotzdem geniales Wetter und zwischendurch kletterten die Temperaturen noch bis auf 17°C.


Es gab an der Strecke nicht nur Straßenkreuzer zu sehen ...


Der Kodachrome Park ist mit 16km² recht klein, aber durchaus sehenswert.

Das Besondere in dem Park sind zahlreiche Felsnadeln und Felskamine, die durch Ablagerungen in ehemaligen Geysiren entstanden sind.




Einen kleinen Trail machten wir auch, und zwar zum Shakespeare Arch.


Wir sind gerade noch rechtzeitig angekommen: die Sonne schien noch wunderbar durch den Steinbogen.



Im Anschluß an den Parkbesuch ging es dann wieder auf den Scenic Byway und mitten durch den Red Canyon ... ein Besuch im Bryce Canyon NP war ja leider nicht möglich, hatten wir aber auch eh nicht geplant.

In der Schlucht des Paria Rivers gibt es einige sogenannte Hoodoos, die eine Höhe bis zu 60 Meter erreichen. Durch das enthaltene Eisenoxid färbt sich die Gesteinsschicht intensiv rot.





Kurz vor Kanab sind wir dann noch zu einem weiteren State Park abgebogen, dem ...




Der Park mit seinen rötlichen Sanddünen wird besonders gerne von ATV-Fans besucht und befahren, ein paar haben wir heute auch gesehen. Aber auch andere Besucher ... und ganz viel Sand.





Eigentlich wären wir diese Nacht in der Lodge am North Rim des Grand Canyon gewesen, aber wegen des Shutdown ist die nicht zu erreichen, liegt nämlich direkt im National Park. Sehr ärgerlich, aber leider nicht zu ändern.

So mußten wir unsere heutige Route also etwas umbasteln und haben uns als Nachtquartier für das Best Western in Kanab entschieden.


Nach dem Essen bei unsere Freundin Wendy ...


... haben wir noch ein paar Kleinigkeiten eingekauft ...


... und einen Fotospaziergang durch den Ort unternommen.








Der Tag heute war also ganz entspannt und trotzdem haben wir wieder eine Menge gesehen. Morgen geht es dann weiter gen Westen.

Freitag, 4. Oktober 2013

Tag 19: Offroad extrem

Gestern Abend hatten wir uns gleich für 8 Uhr zum Frühstück angemeldet und waren dann auch pünktlich im gemütlichen Esszimmer. Unsere Gastgeberin Kate servierte Fruits, Sausages und Scrambled Eggs und nebenbei kam man noch mit ihr und anderen Gästen ins Gespräch.



Gleich danach machten wir uns auf den Weg gen "Hole in the Rock"-Road.

Der Beginn dieser wieder mal unbefestigten Straße liegt an der UT-12 gleich bei Escalante und da erwartete uns heute Morgen auch schon ein Ranger.

Der teilte uns dann mit, daß wir die insgesamt 57 Meilen lange Strecke (one way) wegen des Shutdown nur 47 Meilen befahren dürfen, nämlich bis zum Beginn der Glen Canyon Recreation Area. Da müssten wir dann leider wieder umdrehen.

Hörte sich für uns ok an, also los auf die Gravel Road.



Oben zu sehende Fotos sind vom Anfang der Road, da sieht die noch ganz unspektakulär aus, entwickelt sich im weiteren Verlauf aber zu einer echten Offroad-Herausforderung mit tiefen Washs, Cattle Guards, viel Geröll und kleineren Felsen.

Das haben wir aber hauptsächlich im Film festgehalten, da kommt das besser rüber. Schöne Ausblicke gab es aber auch ...


Die ersten ca. 40 Meilen sind recht gut zu befahren, wenn man weiß, daß man über die Washboards ruhig zügig mit um die 80Km/h fahren kann ... dann ist das Geruckel im Auto nicht halb so doll und gut auszuhalten.

Auf dem Hinweg sind wir direkt zum Hole in the Rock gefahren, ohne Fotostopps zwischendrin, und haben doch glatt dieses Schild übersehen:


Nach etwa 2 1/2 Stunden erreichten wir dann das Ende der Road, das Hole in the Rock.




Wir hatten natürlich wieder den besten Parkplatz am Ort ...


Die Route diente von 1879 bis 1880 mormonischen Siedlern als Weg durch den Colorado River. Durch das Hole in the Rock wurden ihre Wagen über die Klippen zum Colorado River abgeseilt, den sie anschließend mit Floßen überquerten.

Wirklich unvorstellbar, wie das damals vonstatten ging. Heute hat man hier einen schönen Blick auf den Lake Powell, der nach Aufstauung des Colorado River entstand.




Nachdem wir hier ausgiebig Fotos geschossen haben und uns von der Anfahrt erholt hatten, machten wir uns wieder auf den Rückweg gen Escalante.

Jetzt haben wir dann auch an einigen Punkten auf der Route gehalten, zum Beispiel am Dance Hall Rock. Wegen der besonderen Akustik dieses mit zahllosen Löchern durchsetzten Felsens, wurde er von den damaligen Siedlern besonders gerne für Line Dances benutzt.


Den Devils Garden findet man relativ am Anfang der Route und bis hierhin ist der Weg gut zu befahren. Sollte man sich also nicht entgehen lassen.







Nach ganzen 7 Stunden hatten wir dann wieder den Anfang der Road erreicht und waren doch ein wenig geschafft von der ganzen Schaukelei und dem Rumgewirbel.

Wir haben uns dann nochmal zu Filmzwecken auf die UT-12 begeben und sind den Scenic Byway noch ein Stückchen gefahren um dann wieder nach Escalante umzukehren.

Hunger hatten wir langsam auch und sind im "Cowboy Blues" eingekehrt.


Hier gab es als Vorspeise Crab (Krabben) Cake und Clam (Venusmuschel) Stripes ...



 ... und als Hauptspeise wurden leckere Burger serviert.



Morgen verlassen wir wir schon wieder Escalante und das sehr gemütliche B&B von Kate ...






 ... aber nicht ohne vorher noch lecker Blaubeer Pancakes zu frühstücken.

Eigentlich wollten wir heute mal früher im Bett sein, haben uns dann aber doch noch wieder mit Chin Chin und David verquatscht, die auch grad hier Gäste sind. Von Mormonen über Reisen, die aktuelle amerikanische Politik und deutsche Autos haben wir quasi alles besprochen. David war auch ganz begeistert, daß wir die Hole in the Rock Road bis zum Ende gefahren sind ... er hat nie vorher jemanden getroffen der das geschafft hat. :)